Nachsorge

Im Vordergrund der Nachsorge (20) stehen die körperliche, psychische und soziale Rehabilitation. Nach der Behandlung sollen regelmäßige Nachuntersuchungen sicherstellen, dass Spätfolgen und Nebenwirkungen der Therapie auch weiterhin behandelt werden. Auch ein mögliches erneutes Auftreten des Tumors (Rezidiv) soll frühzeitig erkannt werden. Es gibt jedoch kein einheitliches Nachsorgekonzept bei Darmkrebs. Die hier gegebenen Hinweise können deshalb nur als Anhaltspunkt dienen.

Wurde der Tumor ganz entfernt und ist keine weitere Therapie mehr erforderlich, werden Nachuntersuchungen zu bestimmten Zeitpunkten in Absprache mit den behandelnden Ärzten vereinbart. Ziel: erneutes Tumorwachstum frühzeitig erkennen und behandeln.

80 Prozent aller Rezidive treten in den ersten beiden Jahren auf. Nach fünf Jahren kommen Rezidive praktisch kaum noch vor. Nachsorgebereich lässt sich deshalb auf rund 5 Jahre eingrenzen. Erste 2 Jahren nach der Operation = Untersuchungen in kurzen Abständen; danach längeren Zeitintervallen. Treten jedoch Veränderungen oder Beschwerden auf, sollte der Arzt auch zwischen den Intervallen aufgesucht werden.

Untersuchungen im Rahmen der Nachsorge:

  • Befragung (Anamnese)
  • umfassende körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchungen einschließlich Bestimmung CEA-Wert (Tumormarker) und evtl. Stuhluntersuchung
  • Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane inkl. Leber
  • Darmspiegelung (Koloskopie, i.d.R. 1/2, 3 und 5 Jahre nach Operation)
  • Thorax-Röntgen und CT-Untersuchungen des Bauchraums

Zusätzlicher Aspekt der Nachsorge
Bei der Koloskopie kann festgestellt werden, ob sich Darmpolypen gebildet haben. Diese stellen ein erneutes Darmkrebsrisiko dar, können bei der Koloskopie jedoch schnell ohne Operation entfernt werden.
Was kann ich selbst tun?

  • Gesunde Ernährung
  • Nichtrauchen
  • Geduld mit mir selbst haben
  • Austausch mit anderen
  • Pflege der Kontakte zu Familie und Freunden 

Referenzen:
(20) Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: Material Onkolotse, Darmkrebs. Sächsische Krebsgesellschaft, 2011.