Nachsorge bei Lungenkrebs

Im Vordergrund der Nachsorge stehen die körperliche, psychische und soziale Rehabilitation. Nach der Behandlung sollen regelmäßige Nachuntersuchungen sicherstellen, dass Spätfolgen und Nebenwirkungen der Therapie auch weiterhin behandelt werden. Auch ein mögliches Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) soll frühzeitig erkannt werden.

Das persönliche Nachsorgeintervall hängt dabei von der individuellen Situation und dem jeweiligen Krankheitsverlauf ab. Dabei berücksichtigt der Arzt das individuelle Rückfallrisiko, das wesentlich von der Art der vorhandenen Lungenkrebs-Erkrankung abhängt. Beim aggressiveren kleinzelligen Lungenkarzinom werden die Nachsorgetermine deshalb möglicherweise in kürzeren Abständen als oben beschrieben erfolgen. In den ersten 5 Jahren finden die Nachsorgeuntersuchungen sehr engmaschig statt. Erste Kontrolluntersuchung in der Regel 6 Wochen nach Therapieende. Zweite Kontrolle 6 Wochen später. Innerhalb der ersten beiden Jahre werden die Untersuchungen dann im Abstand von 3 Monaten. Ab dem 3. Jahr halbjährlich und nach 5 Jahren jährliche Nachsorgeuntersuchungen.

Zu den Standard-Nachsorgeuntersuchungen gehören:

  • die gründliche und umfassende körperliche Untersuchung 
  • Blutuntersuchungen (z.B. Tumormarker) 
  • Röntgenaufnahmen des Brustraums

Weitere mögliche Untersuchungen

  • Bronchoskopie 
  • Ultraschalluntersuchung der Leber 
  • Computertomographie

Was kann ich selbst tun?

  • Nichtrauchen
  • Geduld mit mir selbst haben
  • Austausch mit anderen
  • Pflege der Kontakte zu Familie und Freunden

Ernährung bei Krebs

Es gibt zur Zeit keine einheitliche Krebsdiät und auch keine allgemeingültigen Empfehlungen für Krebspatienten. Entscheidend sind deshalb immer die individuellen Therapiebedingungen. Gezielte Ernährungs-Tipps müssen sich aus
diesem Grund auch immer auf das betroffene Organ, eventuelle Beschwerden des Patienten und den aktuellen Ernährungszustand (Gewicht, tägliche Kalorienzufuhr), das Wohlbefinden und die familiären Ernährungsgewohnheiten beziehen. Als Faustformel gilt: Essen sollte auch weiter Lebensqualität bleiben und nicht mit Angst oder Widerwillen verbunden sein.