Behandlung des kleinzelligen Lungenkrebses

Kleinzelliger Lungenkrebs ist besonders aggressiv. Er wächst sehr rasch und bildet oft schon früh Tochtergeschwülste. Betroffene haben deshalb leider oft eine schlechte Heilungsprognose. Von den verfügbaren Therapieoptionen sind deshalb die Operation oder eine ausschließliche Bestrahlung nur in seltenen Fällen sinnvoll (14).

Auf den Brustraum begrenzter Lungenkrebs

  • Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie
  • bei sehr kleinen Tumoren in wenigen Fällen auch Operation in Kombination mit adjuvanter Chemotherapie

Bei bereits vorhandenen Metastasen in Lymphknoten und anderen Organen

  • Chemotherapie

Symptomatische Therapie
Der den Lungenkrebs meistens auslösende Tabakrauch hat oft auch schon das gesamte Bronchialsystem und Lungengewebe beschädigt. Die Folge sind Begleiterkrankungen, wie z.B. eine chronischen Bronchitis oder ein Emphysem (Lungenüberblähung), die den Allgemeinzustand des Patienten und die möglichen Therapieoptionen sowie deren Erfolgsaussichten erheblich beeinträchtigen können. Diese Zusatzerkrankungen müssen ebenfalls speziell  behandelt werden. Die Praxis hat darüber hinaus gezeigt, dass bei Rauchern der Körper schlechter durchblutet ist als bei Nichtrauchern. Sollte in Lungenkrebspatienten deshalb weiter rauchen, kann das zu einer verminderten Wirksamkeit der Chemo- oder Strahlentherapie führen.

Referenzen:
(14) Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: Material Onkolotse, Tumore der Atemwege. Sächsische Krebsgesellschaft e.V., 2013.