Bronchoskopie / Biopsie

Unter Bronchoskopie versteht man die Spiegelung der Bronchien, während man mit Lungen-Biopsie die Entnahme von Lungengewebe zur weiteren Untersuchung im Labor bezeichnet.

Bei der Spiegelung der Bronchien (unter Narkose) wird ein Endoskop (dünner, weicher und biegsamer Schlauch) oder ein starres Rohr über die Luftröhre bis in die Bronchien geschoben, damit der Arzt die Schleimhäute genau untersuchen kann. Wenn notwendig kann er dabei auch gleich Gewebeproben entnehmen (Biopsie) oder Sekret aus tiefen Bronchialabschnitten absaugen.

Die entnommenen Proben werden dann von einem Pathologen unter dem Mikroskop auf bösartig veränderte Zellen untersucht. Nach Auskunft von Experten können so 80 % aller Lungentumore zweifelsfrei festgestellt werden. Die Bronchoskopie stellt somit die wichtigste Methode zur Diagnosesicherung dar. Insbesondere bei zentralen Tumoren besteht eine ausgezeichnete diagnostische Sicherheit.



Letzte Aktualisierung:
31.01.2020

Referenzen:
(28) Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 1.0, 2018, AWMF-Registernummer: 020/007OL, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Lungenkarzinom.98.0.html (Zugriff am: 10.01.2020)
(29) Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: Lungenkrebs (Grün-Gelbe Reihe Nr. 22). SKG e.V., Zwickau, 2016.

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