Zertifizierte Brustkrebszentren

Um die optimale Versorgung von Patientinnen mit Mammakarzinom in sächsischen Regionen sicherzustellen, haben sich meist mehrere Krankenhäuser zu Brustzentren zusammengeschlossen.  Ziel der Brustzentren ist die Sicherstellung einer engen patientenbezogenen Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen, die sich mit dem Mammakarzinom befassen. Es ist für die Patientin von Vorteil, sich von der Diagnose bis zur Therapie in einem Zentrum behandeln zu lassen, da zwischen den Krankenhäusern eines Zentrums jede Therapieplanung interdisziplinär beraten wird. Nachfolgend finden Sie die Adressen und Ansprechpartner der sächsischen Brustzentren.

Im Freistaat Sachsen gibt es aktuell die folgenden Standorte Zertifizierter Brustkrebszentren (Stand 10/2018):

01067 Dresden
Brustzentrum Dresden Städtisches Klinikum Dresden, Standort Friedrichstadt
Friedrichstraße 41
Telefon: 03 51/ 4 80 11 84
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01099 Dresden
Regionales Brustzentrum Dresden am Universitäts KrebsCentrum Dresden Diakonissenkrankenhaus Dresden
Holzhofgasse 29
Telefon: 03 51 / 8 10 13 31
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01129 Dresden
Brustzentrum Dresden Städtisches Klinikum Dresden, Standort Neustadt/Trachau
Industriestraße 40
Telefon: 03 51/ 856 24 15
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01307 Dresden
Regionales Brustzentrum Dresden am Universitäts KrebsCentrum Dresden Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Fetscherstraße 74
Telefon: 03 51 / 4 58 34 20
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01307 Dresden
Regionales Brustzentrum Dresden am Universitäts KrebsCentrum Dresden
Krankenhaus St. Joseph-Stift
Wintergartenstraße 15
Telefon: 03 51 / 44 40 22 74
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01445 Radebeul
Regionales Brustzentrum Dresden am Universitäts KrebsCentrum Dresden
ELBLANDKLINIKUM Radebeul
Heinrich-Zille-Straße 13
Telefon: 03 51 / 83 33 500
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01855 Sebnitz
Brustzentrum Ostsachsen (Ebersbach-Sebnitz)
Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz
Dr.-Steudner-Straße 75b
Telefon: 03 59 71/ 60
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02730 Ebersbach-Neugersdorf
Brustzentrum Ostsachsen (Ebersbach-Sebnitz)
Klinikum Oberlausitzer Bergland gemeinnützige gGmbH
Röntgenstraße 23
Telefon: 0 35 86 / 762 2000
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02828 Görlitz
Mammazentrum Ostsachsen
Städtisches Klinikum Görlitz
Girbigsdorfer Straße 1-3
Telefon: 0 35 81 / 37 3203
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04103 Leipzig
Brustkrebszentrum am Universitätsklinikum Leipzig
Universitätsklinikum Leipzig
Liebigstraße 20a
Telefon: 03 41 / 9 72 34 60
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04129 Leipzig
Nordwestsächsisches Brustzentrum Leipzig
Klinikum St. Georg gGmbH
Delitzscher Str. 141
Telefon: 03 41 / 9 09 35 01
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04277 Leipzig
Brustzentrum St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig
Biedermannstraße 84
Telefon: 03 41 / 39 59 74 50
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04435 Schkeuditz
Brustzentrum Nordsachsen Schkeuditz / Borna
Klinik Schkeuditz
Leipziger Straße 45
Telefon: 03 42 04 / 80 84 02
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04552 Borna
Brustzentrum Nordsachsen Schkeuditz / Borna
Sana Klinikum Borna
Rudolf-Virchow-Straße 2
Telefon: 03 422 / 21 14 01
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04860 Torgau
Nordwestsächsisches Brustzentrum Leipzig
Kreiskrankenhaus Johann-Kentmann gGmbH
Christianistraße 1
Telefon: 0 34 21 / 77 25 00
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08228 Rodewisch
Brustzentrum Vogtland
Klinikum Obergöltzsch Rodewisch
Stiftstraße 10
Telefon: 0 37 44 / 36 01
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08412 Werdau
Brustzentrum Werdau - Südwestsachsen
Pleißental-Klinik-GmbH Werdau
Ronneburger Straße 106
Telefon: 03 761 / 44 40
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09116 Chemnitz
Brustzentrum Chemnitz
Klinikum Chemnitz gGmbH
Flemmingstr. 2
Telefon: 03 71 / 333 22 200
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09117 Chemnitz
Brustkrebszentrum DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein
Unritzstraße 23
Telefon: 03 71 / 83 20
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09648 Mittweida
Brustzentrum Chemnitz
Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH
Hainichener Straße 4-6
Telefon: 037 27 / 990
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*) sortiert nach Postleitzahlen.

Zertifizierungsverfahren Brustkrebszentren

Mit dem Zertifizierungsverfahren will die Deutsche Krebsgesellschaft dafür sorgen, dass sich die Versorgungssituation für Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, deutlich verbessert. Der Begriff „Brustkrebszentrum“ ist nicht geschützt und jede Klinik kann ihn verwenden, ohne dass er Aufschluss über die Qualität des Angebotes gibt. Die Deutsche Krebsgesellschaft will mit der Vergabe des Qualitätssiegels „Zertifiziertes Brustkrebszentrum“ dafür sorgen, dass Patientinnen sicher sein können, in dem zertifizierten Zentrum nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt zu werden. Eine grobe Orientierung, ob ein Zentrum qualitative Mindeststandards erfüllt, können Sie den folgenden Fragen entnehmen. Sie stellen einen Auszug aus den Fachlichen Anforderungen für Brustkrebszentren dar. 

Checkliste 

  • Hat das Brustkrebszentrum ein Qualitäts-Zertifikat (Qualitätsmanagementsystem z.B. nach ISO DIN 9001) erworben? 
  • Finden regelmäßig interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt, auf denen Vertreter der beteiligten Fachgebiete gemeinsam die Therapiestrategie festlegen? Teilnehmer: Brustoperateure (Gynäkologe, Chirurg), Röntgendiagnostiker, internistischer Onkologe, onkologisch versierter Gynäkologe, Strahlentherapeut, Pathologe 
  • Kommen die Behandlungsrichtlinien der Fachgesellschaften zur Anwendung? 
  • Wird ein Termin in der Brustsprechstunde innerhalb von max. zwei Wochen vergeben, beträgt die Wartezeit in der Brustsprechstunde unter max. 60 Minuten und wird das endgültige Ergebnis einer Gewebeprobeinnerhalb von maximal einer Wochedurch den Arzt persönlich mitgeteilt? 
  • Werden die Operationen von Brustoperateuren vorgenommen, die mindestens 50 Brustoperationen pro Jahr durchführen? 
  • Werden mindestens 50 Prozent der Operationen brusterhaltend durchgeführt und besteht Zugang zu brustaufbauenden Operationsverfahren? 
  • Werden pro Jahr mindestens 150 Neuerkrankungen an Brustkrebs in dem Zentrum behandelt?
  • Arbeitet in den beteiligten Fachgebieten mindestens ein Facharzt mit ausreichender Erfahrung für das Brustkrebszentrum? Pathologe (kann mindestens 300 feingewebliche Brustkrebsbefunde vorweisen), Strahlentherapeut (Nachweis regelmäßiger zertifizierter Fortbildungen), internistischer Onkologe und gynäkologischer Onkologe (Internist mit Teilgebietsbezeichnung „Hämatologie/Onkologie“), Gynäkologe (mit Nachweis von mindestens 400 durchgeführten Chemotherapien), Radiologe (nimmt am Brustkrebs-Mammografie-Screening teil und befundet mind. 3000 Mammografien pro Jahr) 
  • Werden die Behandlungsergebnisse (ereignisfreie Überlebenszeit, Anzahl der Rezidive, Lebensdauer, Lebensqualität etc.) vollständig dokumentiert? 
  • Ist der Zugang zu einer psychologischen Betreuung, einem Sozialarbeiter und zu Selbsthilfegruppen gegeben? 
  • Wird nach der Diagnosestellung der Therapieplan gemeinsam mit der Patientin festgelegt und wird Gelegenheit zum Einholen einer Zweitmeinung gegeben?