Zertifizierte Brustkrebszentren

Um die optimale Versorgung von Patientinnen mit Mammakarzinom in sächsischen Regionen sicherzustellen, haben sich meist mehrere Krankenhäuser zu Brustzentren zusammengeschlossen.  Ziel der Brustzentren ist die Sicherstellung einer engen patientenbezogenen Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen, die sich mit dem Mammakarzinom befassen. Es ist für die Patientin von Vorteil, sich von der Diagnose bis zur Therapie in einem Zentrum behandeln zu lassen, da zwischen den Krankenhäusern eines Zentrums jede Therapieplanung interdisziplinär beraten wird. Nachfolgend finden Sie die Adressen und Ansprechpartner der sächsischen Brustzentren.

Im Freistaat Sachsen gibt es aktuell die folgenden Standorte Zertifizierter Brustkrebszentren (Stand 08.01.2014):

01067 Dresden
Brustzentrum Dresden
Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt

Friedrichstraße 41
03 51/ 4 80 11 84
DKG zertifiziert
        
01099 Dresden
Regionales Brustzentrum Dresden
Ev.-Luth. Diakonissenkrankenhaus

Holzhofgasse 29
03 51 / 8 10 13 31
DKG zertifiziert
        
01129 Dresden
Brustzentrum Dresden
Krankenhaus Dresden-Neustadt

Industriestraße 40
03 51/ 856 24 15
DKG zertifiziert
        
01307 Dresden
Regionales Brustzentrum Dresden
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus

Fetscherstraße 74
03 51 / 4 58 34 20
DKG zertifiziert
        
01307 Dresden
Regionales Brustzentrum Dresden
Krankenhaus St. Joseph-Stift

Wintergartenstraße 15
03 51 / 44 40 22 74
DKG zertifiziert

01445 Radebeul
Regionales Brustzentrum Dresden
Elblandkliniken Meißen-Radebeul

Heinrich-Zille-Straße 13
03 51 / 83 33 500
DKG zertifiziert
        
01855 Sebnitz
Brustzentrum Ostsachsen (Ebersbach-Sebnitz)
Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz GmbH

Dr.-Steudner-Straße 75b
03 59 71/ 60
DKG zertifiziert
        
02730 Ebersbach-Neugersdorf
Brustzentrum Ostsachsen (Ebersbach-Sebnitz)
Klinikum Oberlausitzer Bergland gemeinnützige gGmbH

Röntgenstraße 23
0 35 86 / 76 21 00
DKG zertifiziert
        
02828 Görlitz
Mammazentrum Ostsachsen
Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH

Girbigsdorfer Straße 1-3
0 35 81 / 37 32 03
DKG zertifiziert
        
04129 Leipzig
Nordwestsächsisches Brustzentrum Leipzig
Klinikum St. Georg gGmbH

Delitzscher Str. 141
03 41 / 9 09 35 01
DKG zertifiziert
        
04277 Leipzig
Brustzentrum St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig
St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig

Biedermannstraße 84
03 41 / 39 59 74 50
DKG zertifiziert
        
04435 Schkeuditz
HELIOS Brustzentrum Nordsachsen Schkeuditz / Borna
HELIOS Klinik Schkeuditz

Leipziger Straße 45
03 42 04 / 80 84 02
DKG zertifiziert
        
04552 Borna
HELIOS Brustzentrum Nordsachsen Schkeuditz / Borna
HELIOS Klinik Borna

Rudolf-Virchow-Straße 2
03 422 / 21 14 01
DKG zertifiziert        

04860 Torgau
Nordwestsächsisches Brustzentrum Leipzig
Kreiskrankenhaus Johann-Kentmann gGmbH

Christianistraße 1
0 34 21 / 77 25 00
DKG zertifiziert

*) sortiert nach Postleitzahlen.

Zertifizierungsverfahren Brustkrebszentren

Mit dem Zertifizierungsverfahren will die Deutsche Krebsgesellschaft dafür sorgen, dass sich die Versorgungssituation für Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, deutlich verbessert. Der Begriff „Brustkrebszentrum“ ist nicht geschützt und jede Klinik kann ihn verwenden, ohne dass er Aufschluss über die Qualität des Angebotes gibt. Die Deutsche Krebsgesellschaft will mit der Vergabe des Qualitätssiegels „Zertifiziertes Brustkrebszentrum“ dafür sorgen, dass Patientinnen sicher sein können, in dem zertifizierten Zentrum nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt zu werden. Eine grobe Orientierung, ob ein Zentrum qualitative Mindeststandards erfüllt, können Sie den folgenden Fragen entnehmen. Sie stellen einen Auszug aus den Fachlichen Anforderungen für Brustkrebszentren dar. 

Checkliste 

  • Hat das Brustkrebszentrum ein Qualitäts-Zertifikat (Qualitätsmanagementsystem z.B. nach ISO DIN 9001) erworben? 
  • Finden regelmäßig interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt, auf denen Vertreter der beteiligten Fachgebiete gemeinsam die Therapiestrategie festlegen? Teilnehmer: Brustoperateure (Gynäkologe, Chirurg), Röntgendiagnostiker, internistischer Onkologe, onkologisch versierter Gynäkologe, Strahlentherapeut, Pathologe 
  • Kommen die Behandlungsrichtlinien der Fachgesellschaften zur Anwendung? 
  • Wird ein Termin in der Brustsprechstunde innerhalb von max. zwei Wochen vergeben, beträgt die Wartezeit in der Brustsprechstunde unter max. 60 Minuten und wird das endgültige Ergebnis einer Gewebeprobeinnerhalb von maximal einer Wochedurch den Arzt persönlich mitgeteilt? 
  • Werden die Operationen von Brustoperateuren vorgenommen, die mindestens 50 Brustoperationen pro Jahr durchführen? 
  • Werden mindestens 50 Prozent der Operationen brusterhaltend durchgeführt und besteht Zugang zu brustaufbauenden Operationsverfahren? 
  • Werden pro Jahr mindestens 150 Neuerkrankungen an Brustkrebs in dem Zentrum behandelt?
  • Arbeitet in den beteiligten Fachgebieten mindestens ein Facharzt mit ausreichender Erfahrung für das Brustkrebszentrum? Pathologe (kann mindestens 300 feingewebliche Brustkrebsbefunde vorweisen), Strahlentherapeut (Nachweis regelmäßiger zertifizierter Fortbildungen), internistischer Onkologe und gynäkologischer Onkologe (Internist mit Teilgebietsbezeichnung „Hämatologie/Onkologie“), Gynäkologe (mit Nachweis von mindestens 400 durchgeführten Chemotherapien), Radiologe (nimmt am Brustkrebs-Mammografie-Screening teil und befundet mind. 3000 Mammografien pro Jahr) 
  • Werden die Behandlungsergebnisse (ereignisfreie Überlebenszeit, Anzahl der Rezidive, Lebensdauer, Lebensqualität etc.) vollständig dokumentiert? 
  • Ist der Zugang zu einer psychologischen Betreuung, einem Sozialarbeiter und zu Selbsthilfegruppen gegeben? 
  • Wird nach der Diagnosestellung der Therapieplan gemeinsam mit der Patientin festgelegt und wird Gelegenheit zum Einholen einer Zweitmeinung gegeben?