Darmkrebs in Sachsen

Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen zum Thema Darmkrebs für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Im Jahre 2008 wurde bei rund 65.000 Menschen in Deutschland eine solche Diagnose gestellt.(1) Im Freistaat Sachsen erkranken nach den aktuellsten Zahlen des Gemeinsamen Krebsregisters der ostdeutschen Bundesländer (GKR) pro Jahr etwa 1.644 Frauen und 2.146 Männer an Darmkrebskrebs. Die Sterblichkeit an Darmkrebs nimmt seit Mitte der 1970er Jahre kontinuierlich ab. Trotzdem sterben an den Folgen der Krankheit im Freistaat jährlich weiterhin durchschnittlich 722 Frauen und 806 Männer. Für das Jahr 2013 wird erwartet, dass sich die Neuerkrankungen wie leicht steigern, auf 1.658 Frauen und 2.305 Männer.(2)

Dabei führen bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zu immer längeren Überlebenszeiten. Verbunden mit dem demografischen Wandel wird deshalb die Zahl der Menschen, die mit der Diagnose und der Krankheit Krebs leben, weiter zunehmen. Darum ist die Bereitstellung seriöser, qualitätsgeprüfter Informationen, die Sicherstellung psychosozialer und psychoonkologischer Betreuungsangebote und eine qualitätsgesicherte Nachsorge von zunehmender Bedeutung.

Nachdem im Jahr 2008 in einem ersten Schritt auf dem Brustkrebs-Portal Sachsen umfassende Informationen zum Thema psychosoziale Nachsorge bei Brustkrebs angeboten wurden, welche 2009 und in den Folgejahren um Informationen anderer Bereiche wie Diagnose und Therapie erweitert wurden, wird diese bewährte Plattform nun für Sie um weitere Krebsindikationen ergänzt.

Was ist Darmkrebs?

Unter der umgangssprachlichen Bezeichnung Darmkrebs werden alle Krebs-Erkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und seltenere Krebs-Erkrankungen des Afters zusammengefasst. Laut Robert-Koch-Institut wurde 2008 bei rund 65.000 Menschen in Deutschland eine solche Diagnose gestellt. Somit ist der Darmkrebs die zweithäufigste Tumorerkrankung hinter Brustkrebs (Frauen) und Prostatakrebs (Männer). Darmkrebs hat dabei einen Anteil von rund 14 Prozent an allen Krebsneuerkrankungen in Deutschland und ist dabei auch die zweithäufigste Krebstodesursache. Schaut man sich das Alter der Betroffenen an, so steigt das Risiko, an einem Darmkrebs zu erkranken mit fortschreitendem Alter stetig an. Über die Hälfte der Betroffenen erkrankt ab dem 70. Lebensjahr, nur etwa 10 Prozent sind jünger als 55 Jahre.

Obwohl die altersstandardisierten Erkrankungsraten bei Frauen leicht rückläufig und bei Männern eher stabil sind, bedeutet das aufgrund der demografischen Entwicklungen (Menschen werden immer älter) einen Anstieg der absoluten Fallzahlen. Darmkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit mittlerer Prognose, fünf Jahre nach Diagnosestellung lebt noch etwa die Hälfte der Erkrankten.(3)

Referenzen:
(1) Robert Koch Institut: www.krebsdaten.de - Online-Auftritt Zentrum für Krebsregisterdaten. Darmkrebs ICD-10 C18–21. Abgerufen in 11/2013.
(2) Krebs in Sachsen 2008-2009 (Landesbericht), Gemeins. Krebsregister (Hrsg.), Berlin, 3/2013, Darm (C18-C21), S. 22 ff.
(3) Robert Koch Institut: www.krebsdaten.de - Online-Auftritt Zentrum für Krebsregisterdaten. Darmkrebs ICD-10 C18–21. Abgerufen in 11/2013.