Ergebnisse der Diagnostik

Bei der weiteren Diagnostik des Lungenkrebses ist die histologische (feingewebliche) Bestimmung des Tumors von entscheidender Bedeutung für die Diagnosestellung, da unterschiedliche Krebsarten völlig unterschiedliche Therapiestrategien ergeben können.

Mithilfe des sogenannten TNM System wird das Stadium der Erkrankung definiert, als Basis für geeignete Behandlungsmethoden. Im Ergebnis der histopathologischen und der bildgebenden Diagnostik werden die Krebserkrankungen der Atemwege, nach dem TNM-System klassifiziert. Dabei werden

• Größe des Tumors (T),
• Zahl der befallenen Lymphknoten (N = Nodus, lat. für Knoten) und
• Vorhandensein von Tochtergeschwülsten oder Fernmetastasen (Metastasen - M) berücksichtigt.

Beim Lungenkrebs unterscheidet man nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC = nonsmall cell lung cancer) und kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC = small cell lung cancer). Der nicht-kleinzellige Lungenkrebs liegt in ca. 80 % aller Lungenkrebsfälle vor. Er wächst langsamer und hat eine bessere Prognose als kleinzellige Tumore. Der kleinzelliger Lungenkrebs umfasst die restlichen ca. 20 % aller Lungenkarzinome. Er wächst schneller, ist aggressiver und bildet schon frühzeitig Tochtergeschwülste.(9)

Refrenzen:
(9) Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: Material Onkolotse, Tumore der Atemwege. Sächsische Krebsgesellschaft, 2013.