Das TNM-System
= Stadium der Erkrankung und Basis für geeignete Behandlungsmethode

Im Ergebnis der histopathologischen und der bildgebenden Diagnostik wird der
Darmkrebs nach dem TNM-System klassifiziert.

Dabei werden

  • die Größe des Tumors (T),
  • die Zahl der befallenen Lymphknoten (N = Nodus, lat. für Knoten) und
  • das Vorhandensein von Tochtergeschwülsten oder Fernmetastasen (Metastasen - M)

berücksichtigt.

Anhand der TNM-Klassifizierung lässt sich dann das aktuelle Tumorstadium bestimmen (11).

Grading (G)
Beim Grading wird die Beschaffenheit des Krebsgewebes bestimmt. Dies gibt Hinweise auf die Aggressivität des Tumors.
G1 = gut differenziertes bösartiges Gewebe
G2 = mäßig differenziertes bösartiges Gewebe
G3 = schlecht differenziertes bösartiges Gewebe
G4 = nicht differenziertes bösartiges Gewebe (12)

Radikalität der Operation (R)
R0-Resektion = vollständige Entfernung des Tumors bis ins gesunde Gewebe;
R1-Resektion = Tumor wurde in knappen Grenzen entfernt, d.h. Tumor wächst
bis an die Geweberänder heran;
R2-Resektion = Tumor wurde nicht vollständig entfernt, d.h. sichtbare Tumorreste
sind im Körper verblieben (13).

Sonstige Prognosefaktoren
Für die Behandlung von Dickdarm- und Mastdarmtumoren sind vor allem die sogenannten Tumormarker von Bedeutung. Das spezielle Eiweißstoffe, die aus Krebszellen stammen bzw. manchmal auch vom Körper als Reaktion auf den Krebs gebildet werden. Der Nachweis dieser Stoffe und damit eine Erhöhung des Tumormarkers im Blut kann ein Hinweis auf eine bösartige Gewebeveränderung sein. Leider sind diese Tumormarker jedoch nach wie vor sehr unspezifisch und können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem schließt ein negativer oder normaler Tumormarker eine Krebserkrankung nicht sicher aus, da nicht alle Krebspatienten erhöhte Tumormarker aufweisen.

Besonders eignen sich Tumormarker zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs nach einer Operation, wenn sie zuvor erhöht waren. Sie werden deshalb vor allem im Rahmen der Krebsnachsorge bestimmt, um einen Krankheitsrückfall rechtzeitig zu erkennen (14). Die für den Darmkrebs bedeutendsten Tumormarker sind:

  • CEA (Carcinoembryonales Antigen)
  • CA 19-9
  • TPA

Refrenzen:
(11-13) Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: Material Onkolotse, Darmkrebs. Sächsische Krebsgesellschaft, 2011.
(14) Deutsche Krebsgesellschaft: Internetauftritt. Thema Darmkrebs. Abgerufen im Oktober 2013.