Ernährung während der Therapie

Was gilt es bei einer Chemotherapie zu beachten (19)?
Chemotherapien haben oft Nebenwirkungen, die eine ausreichende Ernährung oft verhindern. Zusätzlich hat der Körper durch die Krebserkrankung einen bis zu einem 3-fach erhöhten Energiebedarf. Deshalb sind oft eine Ernährungsberatung und eine einleitende Ernährungstherapie notwendig um eine ausreichende Versorgung der Krebspatienten mit den lebenswichtigen Nährstoffen zu gewährleisten.

Bei Symptomen wie:

  • Inappetenz,
  • Abneigung gegen bestimmte Lebensmittelgruppen,
  • Schleimhautentzündungen,
  • rasches Völlegefühl,
  • Schluckbeschwerden und vielen mehr

fällt dies den Betroffenen zunehmend schwer.

Welche Herausforderungen stellt eine Strahlentherapie?
Auch während einer Strahlentherapie oder einer Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie können Nebenwirkungen auftreten. Bei Bestrahlungen im Mundund Rachenraum sind Symptome wie Schluckbeschwerden, Schleimhautentzündungen im Mundraum und Übelkeit und Erbrechen zu erwarten. Bei Bestrahlungen im Bauchraum sind eher Symptome wie Durchfall, Schmerzen im Bauchraum, Blähungen, Krämpfen oder Schleimhautentzündungen im Magen-Darm-Trakt zu erwarten. Bei beiden Formen kann die Nahrungsaufnahme erheblich beeinflusst werden. Auch bei einer Strahlentherapie ist oft wieder eine Ernährungsberatung und einleitende Ernährungstherapie notwendig, die nach den Richtlinien einer Leichten Vollkost aufgestellt sein sollte.

Wie soll man mit dem erhöhten Energieverbrauch bei einer Krebserkrankung umgehen?
Bei einer Krebserkrankung ist durch den bis zu 3-fach erhöhtem Energieverbrauch und der eventuell verringerten Nahrungsaufnahme, eine Gewichtsabnahme eine sehr häufige Begleiterscheinung. Durch eine Ernährungsberatung zum Einsatz hochkalorischer Nahrungsmittel und den Austausch bestimmter Nahrungsmittel, um den Energiegehalt zu erhöhen, kann eine starke Gewichtsabnahme verhindert werden. Falls keine Möglichkeit besteht, den  entsprechenden Energiebedarf mit natürlichen Lebensmitteln zu decken, kann der Einsatz, sogenannter  „Astronautennahrung“ in Erwägung gezogen werden. Trinknahrung ist eine gute Möglichkeit ausreichend Energie, Vitamine und Mineralstoffe auf kleinstem Volumen aufzunehmen. Nach Operationen an Verdauungsorganen, empfiehlt sich eine Ernährungsweise nach den Richtlinien einer Leichten Vollkost, die durch ein ständiges Probieren, anderer Lebensmittel ständig erweitert werden kann und sollte. Generell gilt: Alles was vertragen wird, ist erlaubt!

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Referenzen:
(19) Prof. Dr. Ingolf Schiefke: Ernährung für onkologische Patienten und ihre Angehörigen. In: Sächsische Krebsgesellschaft e.V. Gelb-Grüne Reihe. Band 18. Sächsische Krebsgesellschaft e.V., 2011.