Rauchen vs. Nichtrauchen

NICHT RAUCHEN!!! Rauchen ist und bleibt einer der Hauptrisikofaktoren für Lungenkrebs. Vor diesem Hintergrund hat sich ein Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) gegründet. Das Aktionsbündnis ist ein Zusammenschluss von elf namhaften nicht-staatlichen Gesundheitsorganisationen, die ihre politischen Aktivitäten im Bereich "Förderung des Nichtrauchens/Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" bündeln.

Vordringliches Ziel des ABNR ist es, Maßnahmen zur Eindämmung der Gesundheitsgefahren durch das Rauchen und Passivrauchen auf politischer Ebene anzuregen, zu fördern und zu begleiten.

Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe sind Mitglied dieses Aktionsbündnisses und bieten auf Ihren Webseiten umfangreiche Informationen zu den schädlichen Wirkungen des Rauchens, des Passivrauchens und zum Weg zum Nichtraucher.

Die S3-Leitlinie Lungenkarzinom verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Zigarettenrauch der alles überragende Risikofaktor für Lungenkrebs ist. Dies wurde seit den 1950er Jahren in vielen Untersuchungen immer wieder belegt (9). So wurden mehr als 100 epidemiologische Studien zum Lungenkrebsrisiko durch Aktivrauchen durch die International Agency for Research on Cancer (IARC) der WHO neu bewertet. Dabei kam sie zu folgenden Ergebnissen:

  • Die Dauer des Rauchens ist der wichtigste Einflussfaktor.
  • Je früher man mit dem Rauchen beginnt und je länger man raucht, umso höher 
ist das Risiko.
  • Das Risiko steigt auch proportional zur Anzahl gerauchter Zigaretten.
  • Mit dem Rauchen aufzuhören senkt das Risiko.
  • Je früher man mit dem Rauchen aufhört, um so größer ist der Nutzen. 

  • Der karzinogene Effekt des Rauchens ist für Männer und Frauen vergleichbar. (10)

In einer europäischen Studie (11) zeigt sich bei Männern für derzeitige Zigarettenraucher ein 24fach höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als für lebenslange Nichtraucher. Ex-Raucher haben ein 7,5fach höheres Risiko. Die entsprechenden Risikoschätzungen für Frauen lauten 8,7 für Raucherinnen und 2 für Ex-Raucherinnen. Auch der Konsum von Zigarren, Zigarillo oder Pfeifentabak war mit einem signifikant erhöhten Lungenkrebsrisiko verbunden. Bei Männern lag das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, für einen Zigarren-/ Zigarilloraucher bzw. Pfeifenraucher 8fach bzw. 9fach höher im Vergleich zum Nichtraucher (12). In der gesamten Europäischen Union sind 85 % der Lungenkrebs-Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen (91 % Männer, 65 % Frauen, 13).

Letzte Aktualisierung:
30.01.2020

Referenzen:
(9) Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 1.0, 2018, AWMF-Registernummer: 020/007OL, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Lungenkarzinom.98.0.html (Zugriff am: 10.01.2020)
(10) International Agency for Research on Cancer, Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans, Volume 83 Tobacco Smoke and Involuntary Smoking. Lyon. World Health Organization, 2004.
(11) Simonato, L., et al., Lung cancer and cigarette smoking in Europe: an update of risk estimates and an assessment of inter-country heterogeneity. Int J Cancer, 2001. 91(6): p. 876-887.
(12) Boffetta, P., et al., Cigar and pipe smoking and lung cancer risk: a multicenter study from Europe. J Natl.Cancer Inst., 1999. 91(8): p. 697-701.
(13) McNeill, A., TOBACCO USE AND EFFECTS ON HEALTH, in Tobacco or health in the Eropean union - past, present and future., T.A.C.E. C., Editor. 2004, Office for Official Publication of the European Communities: Luxemburg.

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