Prostatakrebs: Diagnose

Häufig wird die Diagnose Prostatakrebs während einer Vorsorgeuntersuchung gestellt. Manchen Männern macht dies Angst. Vergegenwärtigt man sich aber die Chance, den Prostatakrebs früh zu entdecken, wird der Nutzen der Früherkennung deutlich.

Ist der Krebs noch auf die Prostata begrenzt, sind die Heilungsaussichten sehr gut. Bei der Prostatakrebs-Diagnose befragt der Arzt den Patienten zunächst nach seinen subjektiven Beschwerden und untersucht ihn. Eine wichtige Untersuchung bei der Prostatakarzinom-Diagnose ist die Tastuntersuchung der Prostata mit dem Finger über den Enddarm (digital-rektale Untersuchung). Dazu führt der Urologe den Zeigefinger in den Enddarm ein und kann so einen Teil der Prostata durch die Darmwand hindurch abtasten. Insbesondere wird dabei auf die Größe und Beschaffenheit der Prostata, vor allem auf das Vorliegen von Verhärtungen, geachtet. Die Tastuntersuchung allein ist allerdings nicht in der Lage die Prostatakrebs-Diagnose zu stellen oder sicher auszuschließen.

Eine Blutuntersuchung, der sogenannte PSA Test, wird angeschlossen, wenn ein Verdacht auf Prostatakrebs besteht. PSA ist ein Eiweiß, das nur die Prostata bildet. Bei einem Prostatakarzinom steigt der PSA-Wert zumeist stärker an als bei anderen Erkrankungen der Vorsteherdrüse (z.B. Prostataentzündung, Prostatitis oder gutartige Prostatavergrößerung). Er kann deshalb nur einen Hinweis auf Prostatakrebs geben und die Diagnose unterstützen. Ist der PSA-Wert erhöht, sollte er regelmäßig kontrolliert werden.

Referenz:
Dr. phil. Holze, Sigrun, Dipl.Psych. Gansera, Lutz & Prof. Dr. med. habil. Stolzenburg, Jens-Uwe (2009). Prostatakrebs (Grün-Gelbe Reihe der SKG, Nr. 10). Zwickau: Sächsische Krebsgesellschaft e.V.