Nachsorge bei Prostatakrebs

Nach abgeschlossener Therapie werden Ihnen regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen. Diese Nachsorge dient unter Anderem dazu, Begleit- und Folgebeschwerden der Krankheit oder der Therapie wahrzunehmen und zu lindern.

Es ist wichtig, dass Sie Schwierigkeiten im Umgang mit der Krankheit oder den Therapiefolgen (Inkontinenz, Erektionsschwäche) besprechen, seien sie körperlicher, seelischer, beruflicher oder sozialer Natur. Dadurch lässt sich am ehesten eine möglichst gute Rehabilitation ins gewohnte Leben erreichen.

In den ersten Jahren nach der Therapie eines bösartigen Prostatatumors wird zumeist eine medizinische Kontrolle alle drei bis sechs Monate notwendig sein. Später genügen Kontrolluntersuchungen alle 12 Monate, sofern die Untersuchungen bisher unauffällig verliefen.

Der Arzt wird sein Augenmerk unter Anderem auf die klinischen Befunde (Kontinenz, Sexualfunktion) sowie auf den PSA-Wert richten. Es ist zuweilen nicht ganz einfach, diesen Wert zu interpretieren. Es besteht ein gewisses Risiko, den PSA-Wert zu häufig zu messen, was für den Patienten eine möglicherweise unnötige Belastung ist. Ziel der Untersuchungen ist auch, ein Rezidiv (Wiederauftreten) des Tumors, einen Zweittumor oder Metastasen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Bitte zögern Sie nicht, beim Auftreten von Symptomen und Beschwerden jeglicher Art ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, ungeachtet dessen, ob ein Kontrolltermin fällig ist oder nicht.