Behandlungsmöglichkeiten beim fortgeschrittenen Prostatakrebs

Chemotherapie

Eine Methode zur Behandlung des hormonresistenten Prostatakrebses ist die Chemotherapie. Wie oben erwähnt, unterscheidet sich eine Krebsgeschwulst von gesundem Gewebe durch schnelles, ungeregeltes Wachstum. Die Medikamente im Rahmen der Chemotherapie (Zytostatika) hemmen dieses Wachstum. Es handelt sich bei ihnen um so genannte Zellgifte, die vor allem auf sich teilende Zellen wirken.

Da sich Tumorzellen praktisch ständig teilen, werden vor allem diese geschädigt. Aber auch gesundes Gewebe (z. B. Knochenmark, Haarwurzeln) wird in Mitleidenschaft gezogen. Konsequenzen davon können Haarausfall oder Blutbildveränderungen sein. Gesundes Gewebe wird aber zumeist nicht dauerhaft geschädigt, da diese Zellen über notwendige Reparaturfähigkeiten verfügen.

In der Behandlung des Prostatakarzinoms spielt die Chemotherapie eine untergeordnete Rolle. Sie wird in der Regel dann angewendet, wenn der Tumor trotz Hormon- und/ oder Strahlentherapie nicht unter Kontrolle gebracht werden kann.



Letzte Aktualisierung:
31.01.2020

Referenz:
(54) Dr. med. Baaske, Dieter, Prof. Dr. med. Fahlenkamp, Dirk, Dr. phil. Holze, Sigrun, Dipl.Psych. Gansera, Lutz & Prof. Dr. med. habil. Stolzenburg, Jens-Uwe. Prostatakrebs (Grün-Gelbe Reihe der SKG, Nr. 10, überarbeitete Auflage). Zwickau, 2019.

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