Röntgenuntersuchungen

Lungentumore sind ab einer Größe von ca. ½ Zentimeter Durchmesser auf dem Röntgenbild zu erkennen. Gut zu erkennen sind dabei Tumore, die am Lungenrand liegen. Lungentumore in der Lungenmitte sind dagegen weitaus schlechter im Röntgenbild sichtbar. Hier kommt es auf die Erfahrung des behandelnden Mediziners an.

Laut S3-Leitlinie bewirkt die medizinische Strahlenexposition - insbesondere die Röntgendiagnostik - den höchsten Beitrag zur "zivilisatorischen Strahlenexposition" der Menschen. Aus diesem Grund soll jegliche Strahlenexposition so gering wie möglich gehalten werden.  Oberstes Strahlenschutzprinzip ist deshalb das sogenannte „ALARA-Prinzip“ (As Low As Reasonable Achievable = So niedrig wie vernünftigerweise erreichbar).

Für Ärzte und medizinisches Fachpersonal gelten beim Umgang mit der Röntgenstrahlung Dosis-Grenzwerte, um die Risiken für die betroffenen Personen in einem akzeptablen Rahmen zu halten. Für die medizinische Nutzung (Strahlentherapie, Röntgendiagnostik) gelten keine Grenzwerte. Hier erfolgt die Abwägung von Risiko und Nutzen in Diagnostik und Therapie einer Krebserkrankung von einem Arzt mit der dafür erforderlichen Fachkunde.



Letzte Aktualisierung:
30.01.2020

Referenzen:
(26) Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 1.0, 2018, AWMF-Registernummer: 020/007OL, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Lungenkarzinom.98.0.html (Zugriff am: 10.01.2020)
(27) Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: Lungenkrebs (Grün-Gelbe Reihe Nr. 22). SKG e.V., Zwickau, 2016.

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