Krebs - eine Familienangelegenheit

Fast keine Familie wird heute vollständig von Krebserkrankungen verschont. Während in den meisten Fällen Krebserkrankungen spontan neu entstehen und vorwiegend ältere Familienangehörige betroffen sind, gibt es Familien, in denen Krebs besonders häufig oder in jungem Alter, gelegentlich sogar schon im Kindesalter, auftritt. In diesen Familien können erbliche Veränderungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, wesentliche Ursache für das Entstehen von Krebserkrankungen sein.

Krebs kommt in den meisten Familien vor

Betrachtet man die eigene Familiengeschichte, dann findden die meisten von uns zumindest ein oder zwei andere Familienmitglieder, die eine Krebserkrankung hatten oder haben. Häufig sind es ältere Familienmitglieder, die betroffen sind. Die meisten davon in hohem Alter - mit über 70 oder 80 Jahren. Ein gutes Beispiel hierfür sind der Prostatakrebs bei älteren Männern oder der Brustkrebs bei älteren Frauen: So fand man bei über 50 % aller Männer in der Altersgruppe zwischen 70 und 80 Jahren ein Prostatakarzinom. Diese waren jedoch nicht immer behandlungsbedürftig (Carter et al. 1990). Für Frauen liegt die Häufigkeit für Brustkrebs im Alter über 60 Jahre ebenfalls bei über 50 % und in der Altersgruppe zwischen 70 und über 80 Jahren bei 22 % (Breast cancer facts and figures, 2017-2018). Mit dem demografischen Wandel und einer immer älter werdenden Gesellschaft muss man demnach auch mit einer zunehmenden Häufigkeit von Krebserkrankungen innerhalb einer Familie ausgehen. Aktuell rechnet man damit, dass bei mindestens 25-30 % aller Neuerkrankungen an Krebs eine familiäre Häufung gefunden werden kann. Das heißt nicht unbedingt, dass immer die gleichen Organe betroffen sind, sondern einfach nur, dass es in der Familie noch jemanden gibt, der auch eine Krebserkrankung erlebt oder durchlebt hat. Das heißt auch nicht unbedingt, dass der Krebs in der Familie ein ganz besonders hohes Risiko darstellt. Dennoch, bei einem Viertel aller Krebserkrankungen wird eine familiäre Häufung wahrgenommen. Geht man davon aus, dass pro Jahr in Deutschland ca. 500.000 Menschen neu an Krebs erkranken, wären ¼ davon, also 125.000 Menschen pro Jahr von einer familiären Krebserkrankung betroffen.

Krebserkrankungen - familiär gehäuft oder erblich

Etwa bei 25-30 % aller Krebserkrankungen beobachtet man eine familiäre Häufung, ohne dass im Einzelfall eine echte erbliche Komponente nachgewiesen werden kann. Bei ca. 5-10 % aller Krebserkrankungen, die ein bestimmtes Organ oder einen Organkomplex (z. B. Brust- und Eierstockkrebs) betreffen gibt es aber eine eben solche erbliche Komponente, eine Disposition oder Veranlagung. Es liegen dann meist Veränderungen, Mutationen eines einzelnen Gens vor, das bei den betroffenen Familienmitgliedern verändert ist. Bei diesen Menschen liegt eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung vor und meistens auch eine höhere Wahrscheinlichkeit in jungem Alter, also unter 50 Jahren, an Krebs zu erkranken In den meisten Fällen entsteht Krebs neu, spontan, sporadisch, als Einzelfall. Es gibt aber Familien, in denen Krebserkrankungen besonders häufig sind oder in jungem Alter, im jungen Erwachsenenalter, unter 50-60 Jahren oder bereits im Kindesalter auftreten. In diesen Fällen können erbliche Faktoren vorliegen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Sie begünstigen die Entstehung von Krebserkrankungen. Das sind die klassischen, heute als erbliche Krebserkrankungen, eingeordneten Formen von Krebs. In diesen Familien erwächst der Eindruck, dass sich die Krebserkrankung wie ein roter Faden durch die Familie, von Generation zu Generation hindurch zieht. Im englischen Sprachraum sagt man dazu „it’s running in the family“. In diesen Familien mit erblichem Krebsrisiko treten ganz besonders häufig immer die gleichen Organ-Krebserkrankungen auf. Es sind dabei mehrere Generationen nacheinander betroffen: z. B. Tochter, Mutter, Großmutter.

Der Begriff „erbliche Krebserkrankung“ für diese genetisch bedingten Fälle ist eigentlich nicht ganz korrekt, denn nicht die Krebserkrankung wird vererbt, sondern die Anlage dazu, die Disposition*. Eine veränderte Erbanlage, die bereits in der Keimbahn, also in der Eizelle oder in der Samenzelle vorhanden ist, bedingt, dass in jeder Körperzelle diese Genveränderung vorliegt. Die Träger einer solchen veränderten Erbanlage haben dann ein Risiko besonders früh oder mehrfach an Krebs zu erkranken. Von der Perspektive der Wirkung des veränderten Gens aus betrachtet, fehlt bei Betroffenen aus diesen Familien praktisch eine geeignete Abwehr gegen Krebs. Nach heutiger Kenntnis betrifft dies etwa 10 % aller Krebsneuerkrankungen. Menschen aus Familien mit erblichen Krebserkrankungen und/oder Tumorsyndromen (TDS=Tumordispositionssyndrom) haben ein deutlich erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken, oft schon im jungen Alter. Dieses Risiko lässt sich letztlich auf die Veränderung eines einzelnen Gens zurückführen, das über die Keimbahn, also über die Anlagen, die von Vater oder Mutter vererbt wurden, von Generation zu Generation weitergegeben wird. Etwa 10 % der Krebserkrankungen, in einigen Fällen, je nach Tumorart, bis zu 20 %, sind also durch eine genetisch bedingte und vererbte Veränderung verursacht. In Zahlen ausgedrückt: Die Krebserkrankung von etwa 50.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland beruht auf einer erblichen Veränderung eines für die Krebsentstehung wichtigen Steuerungsgens.

Grundlagen erblicher Tumorrisiken

Die Grundlage für solche erblichen Krebserkrankungen sind Veränderungen einzelner Gene, meist sogenannter Tumorsuppressorgene, die in der Regel von einem Elternteil geerbt wurden (Vater oder Mutter) und den Einzelnen besonders empfänglich für eine Krebserkrankung machen. Oft kann man dann beobachten, dass bei nahen Verwandten bestimmte Krebserkrankungen gehäuft und in den immer gleichen Organsystemen, z. B. Brust, Eierstöcke oder Darm, Magen, Haut ect. auftreten.

Solche Organkrebsarten gelten als klassische Beispiele für sogenannte „erbliche“ Krebserkrankungen: Erblicher Brustkrebs, erblicher Darmkrebs, erblicher Hautkrebs usw. Damit gelten diese erblichen Krebserkrankungen und TDS als klassische Erbkrankheiten, die den Mendelschen Vererbungsregeln folgen. Für die Weitergabe von erblichen Merkmalen kennen wir verschiedene klassische Erbgänge, die auf die Beschreibung der Weitergabe von Erbmerkmalen des Brünner Mönches Gregor Friedrich Mendel (1822-1884) zurückgeführt werden (Mendelsche Gesetze). Der für das Verständnis der Krebsdisposition wesentliche Erbgang ist die autosomal dominante Vererbung.

Die Veranlagung wird unabhängig vom Geschlecht (Mann oder Frau) oder Aussehen von Generation zu Generation weitergegeben. Da unsere Erbanlagen immer paarweise (als sog. Allele) angelegt sind, und die Veränderungen meist nur eine Hälfte dieses Erbanlagenpaares (Allel) betreffen, erbt nicht jeder Nachkomme eines Betroffenen die Veränderungen, sondern nur die Hälfte davon, also 50 %.

Das Risiko für die Nachkommen eines Anlageträgers/ einer Anlageträgerin, die Anlage für eine Krebserkrankung zu erben liegt bei 50 %. Andererseits besteht die Chance, die Anlage nicht geerbt zu haben ebenfalls bei 50 %. Gewissheit, ob man Anlageträger ist, erhält man durch eine Untersuchung der eigenen Erbsubstanz (sog. genetische oder molekulargenetische Untersuchung).

Krebs und Gene - die Grundlagen erblicher Krebserkrankungen

Wie entsteht eigentlich Krebs? Und was haben die Gene bzw. die Erbanlagen damit zu tun? Nach heutigem Wissen entstehen alle Krebserkrankungen durch Veränderungen der Erbsubstanz (DNA=Desoxyribonukleinsäure). Solche Veränderungen bezeichnet man als „Mutationen“. Mutationen verändern die Aufeinanderfolge der Nukleinbasen in der DNA, also das „Alphabet des Lebens“. Als Folge können die Steuerungsvorgänge von Zellwachstum und programmiertem Zelltod (Apoptose) verändert werden. Es kann zum unkontrollierbaren Zellwachstum kommen. Zellen „wuchern“, es entsteht eine Geschwulst, ein Tumor. Wenn diese Zellen die Eigenschaft entwickeln, sich selbst Gefäßwege zu erschließen oder in das umgebende Gewebe einzuwachsen, entsteht Krebs. Die Störung des Zellzyklus betrifft vor allem Störungen der Apoptose, des programmierten Zelltods. Dieser Regulationsmechanismus bedeutet, dass Zellen nach dem Durchschreiten bestimmter Zellzyklusschritte absterben und sich nicht weiter teilen. Bei der Reparatur von Schädigungen der Erbsubstanz (DNA), z. B. durch die Einwirkung von Strahlen, Viren oder chemischen Substanzen, führt die geregelte Apoptose (programmierter Zelltod) dazu, dass diese in der Erbsubstanz veränderten Zellen erkannt und eliminiert werden. Wenn dieser Mechanismus versagt, kann es zu einer Weiterentwicklung geschädigter Zellen kommen und es entsteht eine Zellwucherung, ein Tumor.

Grundlage jeder Krebsentstehung ist also die Veränderung der Regulierung von zellulären Vorgängen, insbesondere Störungen des exakten Ablaufs und des kontrollierten Programms der Zellteilung im Gewebe. Durch die Störung des Programms der Zellteilung verlieren Krebszellen nach und nach die Eigenschaft, andere Zellverbände zu erkennen und deren Grenzen zu beachten. Wenn diese genetisch veränderten Zellen dann in andere Zellverbände eindringen und für sich eigene Ernährungswege und eigene Blutkreisläufe eröffnen, werden sie bösartige (maligne) Zellen oder Krebszellen genannt. Diese Vorgänge werden von genetischen Informationen kontrolliert, die in unseren Genen, im genetischen Code, praktisch „aufgeschrieben“ sind. So gesehen ist jeder Krebs genetisch bedingt. Aber, das bedeutet nicht, dass jeder Krebs immer auch erblich ist. Die genetischen Veränderungen spielen sich allerdings in den meisten Fällen in den Zellen der einzelnen, bereits differenzieren, Körpergeweben ab, den sogenannten somatischen Zellen. Daher sind in den meisten Fällen Krebserkrankungen sporadisch, d. h. zufällig und nicht erblich. Die Ursachen für solche Genveränderungen (Mutationen) können vielfältig sein: Bekannt sind Viren, wie z. B. die humanen Papillomaviren (HPV) als häufige Ursache des Gebärmutterhalskrebses. Viren haben die Fähigkeit, in den geschützten Zellkern einzudringen und können so die Erbsubstanz (DNA) verändern. Gleiches gilt aber auch für ionisierende Strahlen, Umweltgifte und bislang unbekannte zufällige Ereignisse – all dies können Impulse für eine auslösende Veränderung der Erbsubstanz sein. Bei den meisten Krebserkrankungen (ca. 90 % der Erkrankungsfälle) entstehen die Veränderungen der Erbsubstanz (DNA) nur in einem örtlich begrenzten Teil des Körpergewebes, spontan und neu. Eine familiäre Veranlagung liegt dabei nicht vor. Man spricht dann von einer somatischen Mutation.

Wichtig:
Krebs entsteht durch die Veränderungen der Erbsubstanz, der DNA.
Krebs ist damit eine genetisch bedingte Erkrankung.
Aber: Nicht jeder Krebs ist erblich

Krebserkrankungen sind sehr häufig. Etwa 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs. So kann es durchaus vorkommen, dass in einer Familie mehrfach Krebserkrankungen spontan und neu entstehen, ohne dass eine spezielle familiäre Veranlagung die Ursache hierfür wäre. Bei ca. 10 % aller Krebserkrankungen liegen jedoch Veränderungen der Erbsubstanz vor, die bereits von den vorausgegangenen Generationen (z. B. Eltern, Großeltern) vererbt wurden. Diese Veränderungen sind es, die dazu führen, dass ein besonders hohes Risiko für das Auftreten von Krebs gegeben ist, also eine Veranlagung (Disposition) für Krebs besteht. Weitergegeben, oder auch vererbt, werden Veränderungen der Erbsubstanzen dann, wenn sie in den Keimzellen (Samenzellen oder Eizellen) vorhanden sind. So kann die Veranlagung von Generation zu Generation (Eltern, Großeltern) vererbt werden. Dann spricht man von einer „erblichen“ Krebserkrankung.

Wichtig:
Nicht der Krebs wird vererbt, sondern die Veranlagung, Krebs zu bekommen.

Was sagt die Leitlinie zu Brustkrebs mit erblicher Belastung?

Laut Patientenleitlinie Brustkrebs können erbliche Ursachen dann vorliegen, wenn in der Familie mehrere nahe Verwandte an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Etwa jeder fünfte bis zehnte Brustkrebs ist erblich bedingt. Dann sind die Erbanlagen verändert. Bei dieser genetischen Veränderung handelt es sich oft um die Gene mit der Bezeichnung BRCA1 und BRCA2. Der Begriff BRCA stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von „breast“ und „cancer“ zusammen. Frauen, die eine Genveränderung (Fachbegriff: Mutation) von BRCA1 oder BRCA2 aufweisen, erkranken häufiger an Brust- und/oder Eierstockkrebs. Wenn sie erkranken, dann auch häufig früher als üblich – also vor dem 50. Lebensjahr.

Mit einem Gentest lässt sich grundsätzlich feststellen, ob bei Ihnen eine Mutation vorliegt. In vielen Fällen wird der Test unauffällig sein. Sie sollten diesen Test aber nicht machen lassen, damit Sie „beruhigt“ sind. Ihnen sollte im Voraus bewusst sein, dass Sie möglicherweise ein beunruhigendes Testergebnis erhalten könnten und Sie lebenslang mit der Angst leben müssen, ein erhöhtes Risiko für weiteren Krebs zu haben. Zu wissen, dass leibliche Verwandte ebenfalls betroffen sein könnten, kann zudem belastend sein. Aus diesen Gründen wird der Gentest erst nach ausführlicher Beratung durchgeführt.

Bestimmte Familienmuster können auf diese genetischen Veränderungen hindeuten. Wenn Sie feststellen möchten, ob bei Ihnen erbliche Faktoren von Bedeutung sein könnten, können Sie die folgende Fragenliste nutzen.

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten, sollte Ihr Arzt Ihnen eine genetische Beratung anbieten. Nicht in jedem Fall liegt eine familiäre Belastung vor. Sie werden dort persönlich und ausführlich be-raten und können einen Gentest machen lassen, wenn Sie es wünschen. Nehmen Sie sich so viel Bedenkzeit, wie Sie brauchen. Es eilt nicht. In allen Phasen der Beratung und der Diagnostik steht Ihnen bei Bedarf psychologische Unterstützung zur Verfügung.

Etwa 6 von 10 Frauen mit BRCA1- oder BRCA2-Mutation erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, etwa 4 von 10 bekommen auch Krebs in der anderen Brust (siehe Abbildungen auf der folgenden Seite). Auch das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, ist erhöht.

Was empfiehlt die Leitlinie?

Frauen mit Brustkrebs und BRCA1- oder BRCA2-Mutation

Für Sie gelten die gleichen Behandlungsempfehlungen wie für Patientinnen ohne erbliche Belastung. Eine Brustentfernung bringt Ihnen im Vergleich zu einer brusterhaltenden Operation mit anschließender Bestrahlung kein verbessertes Überleben. Weniger verlässliche Studien deuten darauf hin, dass manche Chemo- therapie-Medikamente wie Taxane bei Patientinnen mit erblicher Belas- tung möglicherweise weniger wirksam sind. Es gibt Hinweise, dass hier platinhaltige Krebsmedikamente vorteilhafter sind. Dies wird derzeit in Studien überprüft.

Frauen ohne Brustkrebs mit BRCA1- oder BRCA2-Mutation

Um das Erkrankungsrisikos für erblichen Brustkrebs zu senken, ist das beidseitige Entfernen der Brüste ein sehr wirksames Vorgehen. Mehrere Studien bestätigten, dass dieser vorbeugende Eingriff Brustkrebs fast immer verhindert. Laut Leitlinie reicht die aktuelle Datenlage aber nicht aus, um sicher sagen zu können, ob sich dadurch auch das Überleben der Betroffenen verbessert.

Bei den Mutationsträgerinnen ist auch das Risiko erhöht, an Eierstockkrebs zu erkranken: Etwa 4 von 10 Frauen mit BRCA1-Mutation und etwa 1 bis 2 von 10 Frauen mit BRCA2-Mutation erkranken im Laufe ihres Lebens an Eierstockkrebs. Die einzige wirksame Möglichkeit, dieses Risiko zu senken, ist eine vorbeugende Operation, in der beide Eierstöcke samt Eileiter entfernt werden. Ob dieser Eingriff möglicherweise auch das Risiko senkt, an Brustkrebs zu erkranken, lässt sich nicht eindeutig beurteilen. Es gibt auch widersprüchliche Untersuchungen dazu, ob diese Frauen insgesamt länger leben.

Bitte beachten!

Überlegen Sie sich gut, ob Sie zu einem solchen vorbeugenden Eingriff bereit wären, bevor Sie Ihre Erbanlagen untersuchen lassen. Wie jede Operation haben auch diese Eingriffe Nebenwirkungen und langfristige Folgen. Wenn Sie sich ausführlich über die Vor- und Nachteile eines Gentests informieren möchten, finden Sie weitere Informationen unter anderem hier: Krebsinformationsdienst „Risiko Brustkrebs: Veranlagung, Vererbung, Genetik“: www.krebsinformationsdienst.de

Universitäre Zentren für familiären Brustkrebs

Hier finden Sie diebundesweiten Zentren „Familiärer Brustkrebs“, in denen Betroffene und Angehörige sowohl medizinisch als auch psychologisch beraten und betreut werden. Nutzen Sie hierzu den Flyer zum BRCA-Netzwerk (PDF, ca. 700 KB) 

Die humangenetische Versorgung der Frauen mit erblichem Brust- und Eierstockskrebs ist heute nicht mehr auf die universitären Einrichtungen begrenzt. Die genetische Beratung und Diagnostik für erblichen Brust- und Eierstockskrebs wird auch ambulant in den Praxen für Humangenetik angeboten. Die meisten Fachärzte für Humangenetik bieten Beratung und Diagnostik zum familiären Brust-und Eierstockskrebs an. Die freie Arztwahl in Deutschland macht es möglich, dass Sie sich den Humangenetiker Ihres Vertrauens für die Beratung und Diagnostik aussuchen.   Wichtig ist, dass eine enge Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Brustzentrum und dem jeweiligen Facharzt für Humangenetik besteht. Auf den Internetseiten Ihres zertifizierten Brustzentrums können Sie sich darüber informieren mit welchem Humangenetiker eine besonders enge Kooperation besteht.

In Sachsen gibt es zwei Zentren, die besonders eng mit Akteuren aus der humangenetischen Versorgung zusammenarbeiten. 

Dresden 

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 
Telefon 0351 – 4 58 28 64 

Leipzig 

Institut für Humangenetik der Universität Leipzig 
Telefon 03 41 – 9 72 38 00 

Weitere Ansprechpartner der Humangenetik in Sachsen

Postleitzahl 01...

Dr. med. Andrea Bier
FÄ f. Humangenetik
Gutenbergstr. 5
01307 Dresden
Telefon: 0351 4466340
Fax: 0351 44663415

Dr. med. Nataliya Di Donato
FÄ f. Humangenetik
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Telefon: 0351 4582891
Fax: 0351 4584303

Dr. med. Heike Fink
FÄ f. Humangenetik
Friedrichstr. 38-40
01067 Dresden
Telefon: 0351 49278900
Fax: 0351 49278955

Dr. med. Corina Hennig
FÄ f. Humangenetik
Friedrichstr. 38-40
01067 Dresden
Telefon: 0351 49278900
Fax: 0351 49278955

Dr. med. Mirjam Klaus
FÄ f. Humangenetik
Friedrichstr. 38-40
01067 Dresden
Telefon: 0351 49278900
Fax: 0351 49278955

Dr. med. Stefan Krüger
FA f. Humangenetik
Gutenbergstr. 5
01307 Dresden
Telefon: 0351 4466340
Fax: 0351 44663415

Prof. Dr. med. habil.
Min Ae Lee-Kirsch

FÄ f. Humangenetik
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Telefon: 0351 4583297
Fax: 0351 4584303

Dr. med. Maja Linné
FÄ f. Humangenetik
Friedrichstr. 38-40
01067 Dresden
Telefon: 0351 49278900
Fax: 0351 49278955

Dipl.-Med. Peter Lorenz
FA f. Humangenetik,
Praktischer Arzt
Friedrichstr. 38-40
01067 Dresden
Telefon: 0351 49278900
Fax: 0351 49278955

Dr. med. Bettina Prager
FÄ f. Humangenetik
Friedrichstr. 38-40
01067 Dresden
Telefon: 0351 49278900
Fax: 0351 49278955

Dr. med. Silke Reif
FÄ f. Humangenetik
Gutenbergstr. 5
01307 Dresden
Telefon: 0351 4466340
Fax: 0351 44663415

Prof. Dr. med. Daniela Steinberger
FÄ f. Humangenetik
Georg-Palitzsch-Straße 12
01239 Dresden
Prof. Dr. med. Evelin Schröck
FÄ f. Humangenetik
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Telefon: 0351 4582891
Fax: 0351 4584303
Dr.med. Dipl. Hum. Biol. Manuela Timmer
FÄ f. Humangenetik
Gutenbergstr. 5
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Telefon: 0351 4466340
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Postleitzahl 04...

Univ.-Prof. Dr. med. habil.
Ursula Froster
Kaufmannring 19
04442 Zwenkau
Telefon: 034203  4474200
Fax: 034203 4474280

Dr. med. Constanze Heine
FÄ f. Humangenetik
Semmelweisstr. 14
04103 Leipzig
Telefon: 0341 97238

Dr. med. Dagmar Huhle
FÄ f. Humangenetik
Käthe-Kollwitz-Str. 16-18
04109 Leipzig
Telefon: 0341 99398491
Fax: 0341 99398494

PD Dr. med. Rami Abou Jamra
FA f. Humangenetik
Semmelweisstr. 14
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Telefon: 0341 972384

Dr. med. Konrad Platzer
FA f. Humangenetik
Semmelweisstr. 14
04103 Leipzig
Telefon: 0341 9723840

Dr. med. Irene Paech
FÄ f. Humangenetik
Käthe-Kollwitz-Str. 16-18
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Fax: 0341 99398492

Dr. med. Herbert Reichenbach
FA f. Humangenetik
Johannisplatz 1
04103 Leipzig
Telefon: 0341 12476680
Fax: 0341 1247668650

Dr. med. Herbert Reichenbach
FA f. Humangenetik
Hubertusburg 103
04779 Wermsdorf
Telefon: 034364 62354

Dr. med. Kristin Schröck
FÄ f. Humangenetik
Johannisplatz 1
04103 Leipzig
Telefon: 0341 12476680
Fax: 0341 1247668650

Dr. med. Vincent Strehlow
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Semmelweisstr. 14
04103 Leipzig

 

Postleitzahl 08... und 09...

Dipl.-Med. Peter Lorenz
FA f. Humangenetik, Praktischer Arzt
Marienstraße 18
08393 Meerane
Telefon: 03764 2459
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Dr. med. Albrecht Kobelt
FA f. Humangenetik
Flemmingstraße 2
09116 Chemnitz
Telefon: 0371 33322152
Fax: 0371 33324202

 



Letzte Aktualisierung:
16.01.2020

Referenzen:
(64) Kassenärztliche Vereinigung Sachsen
(65) „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe: Patientenleitlinie Brustkrebs im frühen Stadium. Berlin, Stand: Dezember 2018.
(66) Prof. Dr. med. habil. Ursula G. Froster: Krebs - eine Familienangelegenheit. Grün-gelbe-Reihe Nr. 50 der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V. Zwickau, 12/2018.
(67) Krebsinformationsdienst des dkfz: Risiko Brustkrebs - Veranlagung, Vererbung, Genetik. Online unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/brustkrebsrisiken-persoenlich.php . Heidelberg. Zuletzt eingesehen am 31.01.2020.

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