Prostatakrebs

Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) ausgeht. Das Prostatakarzinom hebt sich durch seine Häufigkeit von allen anderen Krebsarten ab. Seit 1998 erkranken in Deutschland mehr Männer an Prostatakrebs als an Lungenkrebs. Und der Prostatakrebs holt weiter auf. Zurzeit sind es mehr als 63.440 Männer, die in Deutschland jedes Jahr neu erkranken (2008). Dabei verloren in 2008 auch insgesamt 12.134 Männer den Kampf gegen die Erkrankung. Laut Prognose des Robert Koch-Institutes wird diese Zahl in 2012 auf 67.600 Männer gestiegen sein (1). Jeder zehnte Mann wird irgendwann in seinem Leben mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. In Sachsen erkrankten 2008-2009 durchschnittlich 3.608 Männer pro Jahr an Prostatakrebs. Für 2013 werden 4.181 neue Prostatakrebsfälle erwartet (2).

Die Prostata ist eine Drüse des männlichen Körpers, welche die Harnröhre umschließt und unterhalb der Harnblase gelegen ist. Ebenfalls grenzt sie an den Mastdarm. Von Größe und Form ist sie mit einer Kastanie vergleichbar. Die Vorsteherdrüse unterliegt normalen Schwellungen beim urinieren und Geschlechtsverkehr. Die wichtigste Aufgabe der Prostata ist die Abgabe eines Sekrets, das zusammen mit dem der Bulbourethraldrüse, der Samenblase und den aus dem Hoden stammenden Samenzellen das Sperma bildet. Wachstum und Funktion der Vorsteherdrüse werden meistens von dem Geschlechtshormon Testosteron gesteuert.

(1) Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg): Krebs in Deutschland 2007/2008. 8. Ausgabe. Berlin, 2012.
(2) Krebs in Sachsen 2008-2009 (Landesbericht), Gemeins. Krebsregister (Hrsg.), Berlin, 3/2013, Darm (C18-C21), S. 22 ff.